Kenya

Kenya is one of the most breathtaking and fascinating places in this world. I have traveled to this beautiful country twelve times in the last ten years. (more text coming soon)

 

Nairobi 

When you first arrive in Nairobi, especially when it is night time, you might be thinking “Oh my… what a scary place!!” But I can tell you, Nairobi is a very impressive city with many different sides. (more text coming soon)

Nakuru

Kisumu

Kakamega

Mombasa

 

Merry Christmas 2017

Liebe Freunde und Freundinnen der Bandani Familie, 

wieder geht ein Jahr zu Ende. Ich hoffe, ihr alle hattet ein schönes, friedliches und ruhiges Weihnachtsfest mit euren Liebsten! 

Dieses Jahr im Juni war ich endlich wieder in Kenia, den „Bericht“ habe ich euch ja geschickt. Es tut so gut immer wieder in Kenia zu sein um die enge Verbindung zu meinen Freunden und den Kindern zu halten. Die Kinder werden so schnell erwachsen, da ist es jedes Mal fast ein Schock wenn ich sie wieder sehe. 

Im August waren Präsidentschaftswahlen in Kenia. Was für ein Durcheinander! Nach dem ersten Wahldurchgang forderte die Opposition Neuwahlen, da sich der Oppositionsführer Raila Odinga sicher war, dass etwas mit der Stimmauszählung nicht stimmte. Darauf hin gab es Proteste und Unruhen im ganzen Land. Zum Glück war es nicht so schlimm wie damals in 2007, es war aber sehr besorgniserregend. Zum aller ersten Mal in der Geschichte Afrikas wurden Neuwahlen angesetzt – was ja eigentlich zu befürworten ist! Ein großer Schritt für die Demokratie! Die Neuwahlen waren dann jedoch leider eine riesengrosse Frechheit. In weiten Teilen des Landes gab es immer noch Unruhen, vor allem in den Gebieten wo Anhänger der Opposition wohnen. Und jetzt stellt euch vor: in diesen Gebieten wurden dann einfach die Wahllokale geschlossen gehalten. Und dann natürlich: Überraschung… gewann wieder Uhuru Kenyatta, der amtierende Präsident. Man kann kaum glauben, dass in manchen Ländern dieser Erde „Demokratie” so funktioniert. 

Meine Familie in Kenia war während dem ersten Wahldurchgang bei Hillarys Familie in Bungoma, ein etwas abgelegener, kleiner Ort. Während den Neuwahlen blieb die Familie in Kisumu. Kurz war das etwas beängstigend, da Kisumu längere Zeit von Unruhen heimgesucht wurde, aber am Ende hat sich alles recht schnell beruhigt. Ich kann euch leider nicht genau sagen wie die Situation in Kenia jetzt ist oder wie die Stimmung ist. Alles schwebt etwas in der Luft. 

Im November gab es dann einen sehr unangenehmen Vorfall. Bei meiner Familie wurde eingebrochen, mitten in der Nacht, als alle schliefen. Vier bewaffnete Männer brachen in die Wohnung ein und nahmen mit was sie tragen konnten. Hillary wurde vom Geschrei der Nachbarn geweckt. Leider waren alle machtlos. Man sah die Einbrecher und wusste was sie machen, man konnte allerdings nichts tun, da sie eben bewaffnet waren. Eigentlich ist unser Haus recht sicher. Wir haben ein großes, hohes Tor und einen Wachmann. Der Wachmann ist allerdings ein Masai und nur mit Pfeil und Bogen und einer Machete bewaffnet. Er könnte zwar bestimmt irgendeinen Dieb abhalten, der ein Handy stehlen will. Nicht jedoch vier erwachsene, bewaffnete Männer. Der Familie ist zum Glück nichts passiert. Die Kinder sind sogar nicht einmal aufgewacht. Hillary und Glender sind ebenfalls mit einem Schrecken davon gekommen. Ein paar elektronische Geräte, Hillarys Laptop und etwas Geld sind leider weg. 

Ansonsten geht es allen aber ganz gut. Benta hat ein paar Tage über Weihnachten bei ihrer Familie im Dorf verbracht. Die Arme mag das leider gar nicht. Verstehe ich auch gut. Es muss sehr schwer sein, ausgerechnet zu Weihnachten die „Eltern“ und Geschwister im gemütlichen Zuhause zu verlassen um dann zur „biologischen“ Familie in den Busch zu fahren, auf dem Boden zu schlafen und nichts zu tun zu haben. Leider kann ich hier jedoch nichts tun. Wir haben versprochen, dass wir den Kontakt halten und für die Verwandten ist es wichtig Benta zu Weihnachten bei sich zu haben. Ich werde aber schauen ob ich das für nächstes Jahr verhandeln kann. 

Nun ihr Lieben… ich wünsche euch einen ganz wunderbaren, guten Rutsch ins neue Jahr!! Wenn ihr noch nach Neujahrsvorsätzen sucht oder euer Karma noch weiter aufbessern wollt habe ich eine ganz tolle Idee: hört euch doch bitte im Bekanntenkreis um, ob noch jemand nach einem netten kleinen Projekt zum Unterstützen sucht! Es wäre toll, wenn wir noch ein paar mehr UnterstützerInnen für meine liebe Familie in Kenia finden können. Bei mir bekommt ihr alle paar Monate ein Update und Fotos zugeschickt und wenn ihr direkt mit der Familie in Kontakt treten oder sie sogar besuchen wollt, ist das jederzeit möglich! 

TAUSEND DANK FÜR EURE TREUE UNTERSTÜTZUNG! Ihr seid unsere Helden und Heldinnen. Dank euch leben meine Kinder in einem liebevollen Zuhause. Ihr seid einfach die Besten!

Ich freue mich von euch zu hören und wie immer: wenn ihr Fragen habt oder mehr Infos möchtet, schreibt mir gerne oder ruft mich einfach an. Hier noch meine Nummer! Ich bin in England, aber über WhatsApp ganz einfach zu erreichen: +447474798425

ICH UMARME EUCH!!

Alles Liebe, 

Theresa & Family

Kenia Reise im Juni 2017

Liebe Freunde und Freundinnen der Bandani Familie in Kenia,

so wahnsinnig habe ich mich darauf gefreut und jetzt ist sie schon wieder vorbei, meine Reise nach Kenia.

Es waren zwei so vielseitige, aufregende, glückliche und wieder einmal herausfordernde Wochen. Ich war ja schon viele Male in Kenia, diesmal war mein Aufenthalt jedoch auch richtig Urlaub. Und ganz besonders war natürlich, mein Aram war diesmal das erste Mal mit dabei.

Zuerst waren wir einen Tag in Nairobi wo wir Glenders Bruder, Ben, getroffen haben. Ben ist ja dank meiner Mutter auf die Uni gegangen und ist Lehrer geworden. Natürlich ist auch das in Kenia keine unkomplizierte Angelegenheit. Lehrer streiken viel und das Gehalt hängt schwer davon ab, wo du angestellt bist. Er arbeitet derzeit zwar, hofft allerdings, bald etwas Besseres zu finden. Ihm geht es aber sehr gut, hat eine liebe Freundin und besucht Glender und die Kinder oft in den Ferien.

Am nächsten Tag wurden Aram und ich von einer Safari Company abgeholt. Es folgten vier atemberaubende Tage in der Masai Mara und am Lake Nakuru. Wir haben sehr viele Tiere gesehen, jedoch waren wir eigentlich noch in der Lowseason unterwegs. Richtig los geht es Anfang Juli, wenn die große Migration von Millionen von Tieren von Tansania nach Kenia stattfindet. Trotzdem haben wir viel gesehen und auch die Camps in denen wir gewohnt haben waren traumhaft. Am Lake Nakuru war ich vor 10 Jahren schon einmal. Damals war der See eigentlich pink, da er von Flamingos bedeckt war. Diesmal war von den pinken Vögeln leider nichts zu sehen. In den letzten Jahren ist der Wasserspiegel so weit angestiegen, dass die Flamingos den See verlassen haben und tausende Bäume rund um den See abgestorben sind. Es war ein sehr trauriges Bild und jeder mit dem wir gesprochen haben sprach von Global Warming.

Nach vier spannenden Tagen ging es endlich weiter nach Kisumu zu Glender, Hillary und den Kindern. Ich kann gar nicht in Worte fassen wir aufgeregt ich war und wie toll es war alle wieder zu sehen. Sofort saß ich mit totaler Selbstverständlichkeit in unserem Wohnzimmer, schlürfte mit Glender Tee und aß Mandazi. Aufgeregt schnatterten wir los und natürlich wurde auch Aram herzlich willkommen geheißen.

Nun habe ich ja auch endlich den kleinen Peter kennen gelernt, Glenders und Hillarys Sohn. Er wurde im August letzten Jahres geboren und ist ein sehr aufgeweckter kleiner Bub, der viel Aufmerksamkeit braucht. Erst mal musste er mich lange mit prüfenden Blicken beobachten, aber Schlussendlich fiel er die Entscheidung, dass er mir vertrauen kann und dass ich eigentlich ganz lustig bin.

Benta ist jetzt schon 12 Jahre alt und das höflichste und liebevollste Mädchen der Welt. Da Diana ja in die Boarding School geht und nicht Zuhause wohnt, ist jetzt Benta das älteste Kind im Haus. Das hat viele Vor- aber auch viele Nachteile. Benta kümmert sich sehr viel um den kleinen Peter und hilft Glender beim Kochen und Putzen. Wenn Diana in den Ferien nachhause kommt, ist das eine Entlastung für Benta. Das älteste Kind im Haus muss am meisten helfen. Benta erzählt mir gerne von der Schule, Ausflügen und von ihren Freundinnen. In der Schule ist sie eine durchschnittliche Schülerin und ihr Lieblingsfach ist „Science“. Benta und ich haben eine ganz innige Verbindung. Ich habe sie damals vor 10 Jahren in einem Waisenhaus kennen gelernt und sie hat mein Leben verändert. Es ist nun eine recht spannende Zeit für mich, da Benta langsam beginnt Dinge und Zusammenhänge zu verstehen und zu hinterfragen. Als sie noch fünf oder sechs Jahre alt war, war ich wohl einfach eine weiße, junge Frau, die oft zu Besuch kam und die sie sehr gern hatte. Jetzt langsam versteht sie aber wer ich bin und kann wirklich erkennen, dass unsere Freundschaft und Liebe eine ganz Besondere ist.

Tasha, die Tochter von Glender und Hillary, ist jetzt schon 8 Jahre alt. Sie ist ein sehr kreatives und phantasievolles Mädchen. Als wir einen Ausflug machten, lud sie mich in ihr Blätterhaus ein und servierte mir in ihrer Blattküche frischen Blättertee im Blattglas.

 

Am Sonntag besuchen wir alle Bentas Familie im Dorf. Ich habe mich sehr darauf gefreut, das Dorf und alle Verwandten wieder zu sehen. Besonders aufgeregt bin ich natürlich, weil Aram diesmal mit dabei ist. Bentas Vater, der ja leider nur sehr schlecht hört und, ich nehme an leicht autistisch ist, begrüßt mich sofort mit festem Handschlag und Umarmung. Danach wird Aram gemustert. Höflich schütteln sie Hände. Ich möchte ein bisschen erklären wer der fremde Mann in Dorf ist, also versuche ich mit meinen Händen zu deuten, dass Aram meine andere Hälfte ist. Als der Vater versteht, gluckst er glücklich auf und auch Aram wird in seine Arme geschlossen. Diesmal bekommt der Vater ein Foto von meinem letzten Besuch im Jänner 2016, in einem Rahmen geschenkt. Als er das Geschenk sieht, strahlt er glücklich und drückt sich den Bilderrahmen an sein Herz.

Das Dorf hat sich nicht verändert. Alles ist beim alten. Man kämpft sich durch Gestrüpp zu den Hütten, es gibt keine Elektrizität und alle wohnen in den gleichen Lehmhütten wie schon immer. Der Wasserhahn, den ich vor einigen Jahren installieren lassen habe, war wieder von unzähligen Sträuchern und Gebüsch umwachsen und nicht mehr sichtbar. Gleich berichtet mir der Vater, dass die Wasserfirma schon wieder das Wasser abgedreht hat. Wenn ich mich an die vielen, unbezahlten Rechnungen vom letzten Jahr erinnere, wundert mich das gar nicht. Ich habe letztes Jahr den Lieben noch eine Chance geben wollen und habe gerade so viel Geld drauf gelegt, dass das Wasser wieder frei geschalten wurde. Dies hat aber wohl nicht lange gehalten. Mein Gedanke war ja eigentlich, dass Bentas Familie mit dieser Wasserleitung Wasser an umliegende Familien verkaufen und sich so quasi selbstständig machen kann. Da jedoch niemand in dem Dorf zur Schule ging und sie von „Business“ so viel wissen wie ich über Schleifenquantengravitation, war das Projekt leider zum Scheitern verurteilt. Ich unterstütze allerdings weiterhin Kinder aus dem Dorf in die Schule zu gehen, sodass sie hoffentlich eines Tages für sich selbst und ihre Familien sorgen können. Andere Familienmitglieder aus dem Dorf gehen fischen, stellen Holzkohle her oder haben andere, vor allem körperlich sehr herausfordernde Tätigkeiten. Ein trauriges Beispiel gibt es auch dazu.

Dalmus, ein Cousin von Benta, erzählt mir, dass sein Bruder vor einem Jahr einen schweren Unfall in einer Goldmiene hatte und dass er nun seit einem Jahr halb gelähmt in deren Hütte liegt. Der Junge muss ins Krankenhaus und Aram und ich sollen helfen. So gehen wir zu deren Haus und besuchen Moses, der schwach und dürr auf einem rostigen Bett mit durchgelegener Matratze liegt. Der Gestank im Raum und um die Hütte herum zieht einem die Lungen zusammen. Moses erzählt, dass er vor einem Jahr in einer Goldmiene verschüttet wurde und es mehrere Stunden brauchte bis man ihn bergen konnte. Seit damals hat er kein Gefühl mehr in den Beinen und liegt auf diesem Bett. Benommen betrachte ich die Situation. Von Hygiene und Bakterien scheint hier keiner eine Ahnung zu haben. Hillary wundert sich besonders über den Gestank und fragt, ob Moses denn auch offene Wunden am Körper hätte. Da drehten ihn seine Verwandten auf die Seite und ich glaube für einen Moment mein Bewusstsein zu verlieren. Moses hat zwei riesige, offene Krater auf dem Rücken. Diese kommen höchstwahrscheinlich durch das lange Liegen. Das Fachwort, so habe ich nachgegoogelt, ist Dekubitus. Der Junge verwest seit einem Jahr langsam, in dieser heissen Hütte, mitten im Busch vor sich hin. Er wird nicht gewendet, sein Rücken bekommt keine Luft, die Laken werden wahrscheinlich nie gewaschen. Es ist heiss, trocken und Fliegen schwirren umher.

Wieder einmal stehe ich fassungslos in diesem Dorf und muss Entscheidungen treffen. Aram ist genauso perplex und überhaupt von der Gesamtsituation und den ganzen Eindrücken überrannt. Zusammen versuchen wir Dalmus zu erklären, dass Moses unbedingt gewendet, die Bettlaken täglich ausgewechselt und die Wunde sauber gehalten werden muss und dass eine Krankenschwester oder ein Arzt kommen muss, um die Wunden zu reinigen. Moses kann nicht einmal aufrecht sitzen, also ist das mit dem Transport ins Krankenhaus nicht so einfach. Im Krankenhaus müssen dann erst alle Tests gemacht werden um festzustellen, ob eine Operation das Gefühl in den Beinen überhaupt jemals wieder herstellen kann. Fragen über Fragen, so viel zu erklären. Aram und ich beschließen, dass wir Dalmus Geld da lassen, sodass er eine Krankenschwester arrangieren kann, die täglich kommt um Verbände zu wechseln. Das Geld sollte für 2 Wochen reichen. Dann wollen wir weiter sehen.

In der Zwischenzeit wird für uns ein Huhn geschlachtet und auf dem einfachen Feuerplatz vor dem Haus vom Vater zubereitet. Aram und ich essen ohne viel zu reden. Tausende Gedanken schwirren durch unsere Köpfe. Als es Zeit für den Abschied ist, schauen wir noch einmal zu Moses hinein, wünschen ihm viel Glück und ein kurzes Gebet wird gesprochen. Dalmus solle sich unbedingt melden, wenn es Neuigkeiten gibt und wenn eine Krankenschwester da war um Moses zu sehen. Bis heute, ca. drei Wochen später, habe ich immer noch nichts gehört. Glender hat mehrmals versucht Dalmus, den einzigen Besitzer eines Telefons, anzurufen, allerdings ohne Erfolg. Ich kann euch nicht sagen, warum hier die Dinge sind so wie sie sind. Ich weiß nicht wie es Moses geht. Ich weiß auch nicht, ob wirklich eine Krankenschwester geholt wurde. Ja, manchmal ist es zum Verzweifeln. Man möchte helfen, aber es funktioniert einfach nicht. Ich wünsche Moses nur das Beste, dass er bald wieder zu Kräften kommt. Ich hoffe von Herzen, dass das „Projekt Moses“ nicht auch so scheitert, wie das Projekt Wasserleitung.

Bevor wir das Dorf verlassen, machen wir ein Gruppenfoto und ein weiteres Gebet wird gesprochen. Erschöpft, müde und verschwitzt kehren wir zum Auto zurück, nur um festzustellen, dass es uns nirgendwo hinbringen wird. Die Batterie ist leer. Stunden später, als es schon Nacht und Stockdunkel ist, sitzen wir im teuersten und fragwürdigsten Taxi meines Lebens in Richtung Kisumu.

 

Am nächsten Tag kam Diana für die Schulferien nach Hause. Ich konnte es kaum glauben, als diese wunderschöne junge Dame vor mir stand. Diana hat sich unglaublich verändert. Sie ist erwachsen geworden. Sie erzählt mir, dass sie ihre Schule liebt, obwohl dort alle so streng sind und dass sie gerne Ärztin werden möchte. In einem Jahr kann sie diesen Wunsch einreichen und wenn ihre Abschlussnoten gut genug sind wird sie auf eine entsprechende Uni aufgenommen.

Zu meinem Erstaunen hat in Kisumu ein KFC, eine Amerikanische Fastfoodkette, eröffnet. Unglaublich wie schnell sich in der Stadt alles verändert. Obwohl ich selbst sonst nie zu KFC gehe, machten wir eine Ausnahme und entführten Glender in die Welt der Amerikanischen Backhendeln. So gerne wollte sie einmal da hin, daher war es uns ein Vergnügen. Ich habe Glender noch nie so genussvoll essen sehen. Was solche Internationalen Riesenkonzerne für die kleinen kenianischen Shops bedeuten, brauche ich wohl nicht zu erläutern.

Und dann war es leider auch schon wieder Zeit uns zu verabschieden. So viele Male musste ich schon da durch. Die letzten Umarmungen, das Versprechen bald wieder zu kommen. Es zerreißt mir alles jedes Mal das Herz.

Von Kisumu flogen Aram und ich an die Küste, nach Mombasa, wo wir noch drei Tage in der Sonne entspannten. An einem Montag kamen wir wieder in London an, am Dienstag waren wir zurück im Büro.

Im August stehen wieder Präsidentschaftswahlen in Kenia an. Es ist nicht einfach vorherzusagen wie sie verlaufen werden. Hillary hat mir jetzt jedoch seine Entscheidung mitgeteilt, dass er während die Wahlen stattfinden, mit Glender und den Kindern aufs Land, zu seinen Eltern, fahren möchte. Wenn alles friedlich verläuft, kommen sie nach ein paar Tagen wieder nach Kisumu zurück. Ich glaube auch, dass dies eine gute Entscheidung ist.

Kisumu war in den Ausschreitungen nach der Wahl in 2007 am schlimmsten betroffen. Sollte es dieses Jahr wieder Konflikte geben, würde Kisumu wahrscheinlich wieder im Mittelpunkt stehen. Die Wahlen 2013 sind einigermaßen ok verlaufen. Hoffen wir alle, dass auch diesmal alles friedlich verläuft.

Das war es auch schon mit meinem Bericht. Wenn ihr Fragen habt, meldet euch bitte gerne jederzeit bei mir. Ich erzähle euch gerne mehr und detaillierter. Ich möchte euch aber auch nicht ewig mit meinen langen Texten überfallen.

Den Kindern geht es wirklich großartig und sie leben in einer sehr liebevollen Umgebung. Dank EUCH ist das alles möglich! Bitte steht uns weiterhin zur Seite, wir brauchen euch!

Tausend Dank, fühlt euch umarmt,

Theresa

Kenya – How it all started

I first came to Kenya in 2007 as a volunteer to work in an orphanage in western Kenya. I was 19 years old back then and full of enthusiasm and motivation to help others. Soon I started to realize that “helping” wasn’t that easy and that sometimes “help” wasn’t even wanted. In the orphanage I didn’t really know what to do but to play with the kids. I mean – what do I know that the kenyan women working there don’t know? I was a 19 year old Austrian who had just finished school. I had no idea how to wash 100 baby underpants with only little water in a basin on the floor. I had no idea how to cook Ugali for a hundred kids because first of all: WHAT IS Ugali? and second of all: I wouldn’t even have the strength in my arms to prepare Ugali for so many people. (Ugali is a dish of maize flour cooked with water to a dough-like consistency)

I have to be honest… until today I am struggling with the question what kind of “help” is really useful and if it is actually wanted. Of course it depends on the situation but I think the only thing “we” (the people from the so called “first world”) can do is to support people in education and give them the opportunity to find a way to care for themselves and become independent from external support.

This is a very very delicate subject and I have made the experience that whatever opinion you have, there is always someone criticizing it because people are still fighting over what is the right approach.

I’ve never intended to do this project the way it is today. In the beginning I only wanted to pay school fees for Benta but then there was just so much more to do. This project happened because I was so personally involved with the lives of those kids and I wanted to make a change. I didn’t want to see them suffer anymore so I had to do something. I am happy that I could help them and that they can live a peaceful and healthy life. Some people might say what I do is only like a drop in the bucket but I prefer a drop than just sitting here and waiting for other people “to do something”.

In my blog you will find texts that I’ve written during the whole procedure of becoming the legal guardian of the children. Many  crazy things happened back then.
So if you’re interested in how we managed to build up our project you will find stories about that on that page. Unfortunately many of them are written in German language but I am going to upload some English stories very soon.

Fernweh

Have you ever felt this deep pain of missing a place that is far away? Not necessarily because you don’t like life at home but because your inner spirit tells you, you need to be somewhere else? 
It is that longing for diverse culture, a different smell, other people or offbeat streets, variant from what you pick up every ordinary day.

It can get stronger when you pass by an Indian restaurant and the smell of curry goes straight up into your nose. You might feel it when you watch a documentary about the Maasai tribe in Kenya as you hear them sing and see them doing the “jumping dance” in the evening sun of the savannah. All these impressions get deep under your skin until you get goose bumps. It might happen when you enter a Moroccan shop … you smell the leather, hear the Middle Eastern music and get offered a cup of chai. Time might stop for a moment when you bite into that fresh and hot garlic pizza bread and the Italian waiters’ loud laugh makes you feel like you’re in Rome for a second. It could also happen when you walk along a filthy canal that actually stinks… but suddenly that obtrusive smell of salt and fish makes your heart beat stronger and you are thinking of your last visit to the ocean, when you sat there, having a glass of wine and grilled calamari with your beloved..

There is no word in the English language that could possibly describe that deep longing for another place. 
In German we call it “Fernweh”.

“Fernweh” stands for the longing for far-off places. It is the very reverse of the word “Heimweh”, which means “homesickness”. 
The only English word that gets close to what I’m talking about is “wanderlust”. The funny thing is though, that this word too, is German. Wanderlust has a slightly different meaning though. Wanderlust is the impulse to explore and the longing for the act of traveling itself while “Fernweh” is the feeling of missing a place that is far away, no matter how you want to get there or what you want to do there. 
It is also very interesting to wonder about who can actually get Fernweh. Let’s begin with an easier example: do you know what homesickness is if you’ve never been away from home? Not really, right? So I guess feeling the pain of Fernweh is only possible if you have made the experience of being away from home. 
Of course you can also long for a far away place if you’ve never traveled before (I’m thinking of the shepherd in the book “The Alchemist”) but that might rather be curiosity for the unknown instead of that actually pain that you feel when you have Fernweh.
 So both, Homesickness and Fernweh you can only really understand if you have been away from “home” before. One you might experience when you’re on the road, the other one you may get to know after you’ve returned.

So is there a cure for having itchy feet? Of course: leave! Pack your backpack or suitcase and get on a train, a bus, a plane… and if you can’t because you don’t have money (maybe because you are saving for your next big trip) then satisfy your lust for traveling by not going past this Indian restaurant but go inside and enjoy that curry. Find out when the next East African party is happening, shake your hips and meet new people. Drink that chai that has been offered to you and have a nice chat with the shop owners. Sit down, listen to Italian music and read travel magazines or have a look at my website. Dive into it! Don’t be sad that you’re not there.
 Get excited about your next adventure! If you really want it, it will happen soon.

 

 

Kenya 08/2014

In English:

Quite a lot of things happened in Kenya recently. We moved into a new house since our last one was quite expensive and a bit far away from Kisumu City. Now we live near the City Center. The kids don’t have it far to school and also the next supermarket is just around the corner so they don’t have to take a tuktuk or a taxi. This will also help us to save some money..

Hillary finally found a new job where he works under much better conditions than in his previous job. We are all very happy about this.

Little Terry had an operation this month and got her tonsils out. Fortunately she was at a very good hospital and everything went well. She is now at home, feeling much better!

In German / in Deutsch:

Es gibt viel Neues in Kenia. Nachdem unsere letzte Wohnung recht teuer und etwas weit weg vom Stadtzentrum (Kisumu) entfernt war, sind wir nun endlich umgezogen. Die Familie lebt jetzt viel näher am Zentrum der Stadt. Die Kinder haben es nun nicht mehr so weit in die Schule und auch der nächste Supermarkt ist gleich ums Eck. So sparen wir uns langfristig viel Geld für den Transport mit Tuktuk oder Taxi. 

Hillary hat einen neuen Job wo er nun unter viel besseren Bedingungen arbeitet, als in seinem Letzten. Wir sind alle sehr froh darüber. 

Unsere kleine Terry hatte diesen Monat eine Mandeloperation. Gott sei Dank war sie in einem sehr guten Krankenhaus in Kisumu und alles ist gut gegangen. Sie ist jetzt wieder Zuhause und fühlt sich schon viel besser!

 

Bangkok for Backpackers

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Bangkok is a big and impressive city with a lot of things to do and see! Most Backpackers stay in the area “Banglamphu” where you’ll find the famous Khao San Road

Hooting here, flashing lights there, a funny language over there, loud laughter, people selling buckets filled with cocktails, roasted cockroaches on a stick, techno music, so many people and naked skin, grilled chicken, the smell of sweat, jugglers, cheap clothes, cracking wooden frogs, flying toys, ladyboys, loud beats, TVs on the walls of the bars, dancing backpackers, drunken backpackers, pad thai and so much more… 

Khao San Road is crazy and everyone who gets there the first time has a strong reaction. Either it is absolute excitement and fascination or refusal and disgust.

Just around the corner of Khao San is the “Ram Buttri Area”. I like it more to stay in Ram Buttri than directly on Khao San Road since Ram Buttri is a bit more calm. But that really depends on you. Ram Buttri has nice places to stay and good restaurants.

My favourite place to stay though is neither at Khao San nor at Ram Buttri. It is in Tewet, which is about 15 minutes away from Khao San road. (by tuk tuk only about 5 mins) There you will find a beautiful Thai market with almost no tourists and traditional Thai groceries. (that unfortunately also includes turtles, snails, different types of fish and more) For a nice accommodation option check the list below.

„The Club“ on Khao San Road is a loud and crazy indoor nightclub for going out and dancing. Watch your steps since you might step into someones vomit or trip over a person who has passed out.

My advice, although you might be curious: don’t go to Ping Pong Shows. Women there are forced to do awful things and it is not worth supporting this. It is not a fun show, it is really sad. Think about it twice.

The Chatuchak-Market (weekends only) is the biggest market in Thailand and receives about 200.000 visitors a day! You need hours to see everything but you’ll probably get lost anyway and give up. Bring enough drinking water – it can get really hot during the day, especially when you’re walking around non-stop. It is really exhausting.

If you need any electronics, go to „MBK“, a big shopping mall (not far away from Chatuchak-Market). Hundreds of little and big shops, selling anything that has something to do with cameras, phones, etc. They also repair stuff. You can go there by taxi or by train which is quite fun. 

There are different types of taxi boats going along Chao Phraya River and canals (Khlongs). It is not expensive, boats stop at many stations and it’s an adventure.

CAREFUL with offerings by Tuk Tuk drivers. They will tell you that they charge you only 20 Baht (and you think “yaaay good deal!”) and then take you to expensive travel agents or a tailor shops. (Those shops pay them lots of money for doing this so the drivers don’t have to ask you for much). It´s very annoying and you end up at places where you really don’t want to be. When you get a tuk tuk it´s the best when you tell them right away to go to your destination without stopping anywhere. They will beg you to stop at least once but just say no. 
Short distances by Tuk Tuk should not be more than 40 – max. 100 Baht. 100 is quite a lot already. For longer distances take a taxi. Not only because it’s cheaper but then you don’t have to breath in all the smog when you’re stuck in traffic.

If you ever get into any trouble: there is a police station on Khao San Road. You won’t believe how unfriendly people are there. No one is interested in your story and you might have to wait for a long while until someone listens to you. 
If you ever have a problem with Thai people or if you ever are a victim of a scam OR even if you get into trouble with the Thailand Police:
contact the TOURIST POLICE. The phone number is 1155 – nationwide. 

There are some really weird and questionable laws in Thailand such as that police officers are allowed to check your bags on drugs and also check your BODY on drugs (also internally)… they are even allowed to do that on the open street – by LAW! 
If you ever get into a bad situation and you need help call the tourist police (or just threaten them to do so)… 
The tourist police has translators that speak English. 

Temples (Wat): 

Wat Phra Kaeo & Grand Palace: very nice to see – it is a very big compound with lots of things to see. Unfortunately you will also see a million parasols and tourists. It is almost impossible to get a photo with no tourists on it.

Wat Pho (big golden sleeping buddha): is beautiful and not as crowded as the Wat Phra Kaeo & Grand Palace. It is a big, wonderful temple complex.

Wat Saket / Golden Mount: It’s a very nice walk up the mountain (very easy to get up there – not a real “mountain”), there are gongs, bells and statues on the way and when you get to the top you have a beautiful view over Bangkok.

 

WHERE TO STAY?

Four Sons Inn

(Rambuttri Area – 1min from Khao San Road)
Absolutely fine! Room with A/C and TV, private bathroom. Wifi in the room. Clean and affordable. About: single 400/double 550 Baht.

New Merry V Guest House

(Rambuttri Area – 1min from Khao San Road)
Good for when you’re on a very low budget and don’t want to stay in a dorm. Rooms have NOTHING in it – only a fold-up bed. Not even sockets. I think not even blankets or sheets are there. Really tiny room. Fan. No wifi. Shared Bathroom! About 180 Baht (= about 4.50 Euros)

Sabaidee Guest House

(Rambuttri Area – 1min from Khao San Road)
Room with A/C, much more comfortable, table, TV,cupboard, private bathroom, very rude staff, restaurant with shisha downstairs. Shishas come from another shop and are really good. The food is not the best and overpriced. Hotel has wifi (need code from reception) Rooms are about 750 Baht. It’s not the cheapest but really comfortable! Sometimes I like to stay there the night before I leave the country or have a long journey ahead of me to get some good sleep.

They say they have a swimming pool but they don’t… but you can use the pool of their partner-hotel (Cha Cha Villa) near by.

Rambuttri Village

(Rambuttri Area – 1min from Khao San Road)
Have not stayed there but friends have. Ok rooms with aircon and a swimming pool on the roof, nice view. About 800 Baht.

(!) Shanti Lodge

(Ayutthaya Road, Tewet, near Tewet market (must go!), about 4 mins from Khao San Road with Tuktuk (40Baht))
www.shantilodge.com

My favorite place. Beautiful rooms, either shared or private bathrooms, very unique style, restaurant. Wifi. Shared Bathrooms are also pretty. Rooms with shared bathroom rooms are about 400 I think. Otherwise with private bathroom 650 Baht or more. Ask if you can get a room with balcony – they are so beautiful!
There is also a “honeymoon” option on the roof with garden. Very luxury and beautiful! 

The Toothpaste Theory

5. September 2013 – Sydney, Australia
 
At the moment I am thinking a lot about my journey, my dreams, my plans and about where I want to be one day. My feelings are so mixed because everything is happening so extremely fast. Sometimes when I travelled through Thailand and Laos I was overwhelmed by all the temples, streets, buildings, smells, boats, people… After a while I just looked at a temple and thought: “Oh – I guess that´s really nice…” but I couldn’t really be too fascinated by it because it became normal to see incredible things every day. There was too much beauty, too many impressions, such mixed feelings… sometimes I’d cry because there was so much beauty and sometimes I just felt nothing because there were too many feelings so they just all shut down.
When that happened, it was a sign for me to stop… to just stop moving. So I stayed at the next place that I really liked and did nothing. How wonderful that was!
Talking to other people who have also travelled for such a long time made me understand that this is a totally normal way of experiencing things and that everything was just going well. I only had to allow all these feelings to be there and observe them consciously.
  
This is not a holiday for me. I think it might be a holiday when one toothpaste tube is enough to last for the whole trip. If you need to buy another one, it is your normal life and not a holiday anymore. This is my life at many different places. I am travelling for 9 months. I have to buy new toothpaste every now and then, I have to buy new shampoo, maybe even new shoes, get my hair cut, … and my backpack is my home. All my belongings suddenly fit into a backpack and I realize that actually I need nothing.   
 
Right now I am wondering about how I want to continue my journey… Am I happy with it the way I planned it many months ago or do I want to change a few things? It is all a bit much to think about, so I will make baby steps and … maybe just buy some new toothpaste for now.
 
 
 
 
(this post was imported from my former travel blog)