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Unser Slum

Freitag, 14. August 2009

Ende Juli passierten einige Dinge, die meine Familie in Kenia und mich ziemlich aus der Bahn geworfen haben. Es begann mit einem Todesfall, der unsere ganze Familie zum Erstarren brachte. Wir waren darauf vorbereitet, jedoch traf uns dieser Vorfall schwer, da uns diese Person mehr als Nahe stand. Sie lebt weiterhin in unseren Gedanken!

In der Nacht nach diesem traurigen Tag wurde bei uns in das Haus eingebrochen. Alles wurde gestohlen. Alles was ich in den letzten Wochen für unser neues Haus gekauft hatte war weg. Es war nicht viel, aber wir hielten uns immer daran fest. Schlimmer noch, Hillarys gesamtes Eigentum wurde gestohlen. Während den Unruhen in Kenia wurde bereits Hillarys gesamtes Hab und Gut gestohlen oder verbrannt. Alles was er seit dem erstehen konnte oder noch retten konnte, wurde in dieser einen Nacht ebenfalls von ihm genommen.

Glender und ich waren diese Nacht nicht in der Stadt. Nur Hillary und die kleine Diana waren zu Hause.

Die Diebe nahmen alles was sie fanden. Von der Küche nahmen sie sogar unsere miesen verbogenen Löffel. Gaskocher, unsere Gläser, Töpfe, alles!… sogar die Vorhänge ließen sie uns nicht. Im Wohnzimmer stand nur noch der Tisch und unsere drei miesen Sessel. Der uralte Fernseher und Musikboxen waren weg. Alles war weg. Sogar unsere schmutzigen Socken und Hillarys einziges Paar Schuhe.

Kein Erbarmen!

Grund des Einbruches war wohl meine helle Haut, welche Tag täglich durch die Bandani Siedlung blitzte. Reichtum steht auf meiner Haut geschrieben. Doch wäre ich tatsächlich so reich, würde ich wohl nicht in Bandani wohnen.

Bandani ist eine Siedlung, in der Nähe des Flughafen Kisumus. Einige Male täglich rasen die Flugzeuge über unsere Köpfe hinweg.

Unser Haus befindet sich an einer Straße, welche an der Grenze zum Slum Bandani liegt. Offiziell befindet sich unser Haus auch schon im Slum. Die Straße kann man eigentlich gar nicht Straße nennen. Es ist ein erdiger Weg, bedeckt mit Müll und Kuhmist. Unser Haus ist das schönste in der Gegend. Es hat ein hellblaues Eingangstor. Dahinter befinden sich unser und noch zwei andere Häuser. Es wird bewacht von Hunden und ist immer sicher verriegelt. Gerade in solch einer Gegend ist das wichtig. Aber manchmal hilft das wohl alles nicht…

Bandani Road

Geht man an unserem Tor vorbei und einige Seitenwege entlang, kommt man in den eigentlichen Slum. Dort sind Lehmhütten mit Wellblechdach aneinandergereiht. Die Wege dazwischen sind eng, schmutzig, mit Plastiksackerl bedeckt. Unser Haus ist nicht so eingeengt weil es eben an dieser großen “Straße” liegt. Ganz in der Nähe unseres Hauses gibt es eine Moschee. Mehrmals täglich hören wir die Muezzin Gebete.

Hier bin ich die einzige Weiße. Ich glaube gar nicht, dass hier zuvor Weiße waren, geschweige denn gelebt haben. Ich bin bekannt, jeder weiß dass ich da bin.

Drei Männer hat das wohl dazu bewegt, herauszufinden, was ich so an Hab und Gut habe. Sie müssen enttäuscht gewesen sein.

Nachdem sie aus der Nachbarschaft waren, bellten auch unsere Hunde nicht. Leicht konnten sie einfach kommen und nehmen was sie wollten. Wir waren Stolz auf unsere… nicht einmal 7 Sachen. Durchschnittlich hatten wir wohl nicht 7 Sachen sondern nur 4. Jetzt sind es nur noch 2. Unser Wohnzimmer ist leer. In der Mitte steht nur ein kleiner Holztisch, rundherum drei alte, klapprige Sessel und in der Ecke liegt eine dünne, alte, stinkende Matratze. Unser Boden ist kalt, rissig und steinig. Oft haben sogar ärmere Familien irgendeinen Plastikteppich über dem Boden liegen sodass man zum mindestens Barfuß gehen kann oder sich auf den Boden setzen kann.

Wir hatten nichts von all dem. Auch unsere Wände sind leer. Wir haben weder Uhr noch Spiegel. Sie müssen gedacht haben sie sind im falschen Haus.

Und trotzdem. Einfach so… nahmen sie alles was wir hatten. Das ist wohl keine Wohnung einer Weißen im Kopf vieler Menschen.

Wenn sie unseren Hintergrund wüssten. Wie unsere Familie aufgebaut ist… wer wir sind! Wie unsere Familie zustande kam, aus Arbeitslosen, Waisenkindern, Studenten,…. Wäre ich tatsächlich so Wohlhabend, würde ich wohl nicht in Bandani wohnen. Es gibt weitaus schönere, sichere, saubere, tollere Gegenden. Ich mag Bandani sehr. Hätten wir jedoch das Geld, würden wir uns bestimmt ein Haus in einer sichereren Gegend leisten wollen. Aber ich bin glücklich hier. Es ist schön. Es ist gut.

Traurig ist es nur, dass auch hier in Kenia, genauso wie in Österreich, oft nur die Hautfarbe gesehen wird und nicht die Person. Der Einbruch hat mir das mehr als klar gemacht. Aber ich habe ja schon vieles in Richtung Rassismus hier erlebt, also überrascht mich das nicht mehr so sehr. Trotzdem. Es tut weh.

Wir haben überlegt von hier weg zu ziehen, allerdings werden wir nichts in dieser Preisklasse finden. (welche auch schon sehr teuer ist, weil ich das alles hier selbst oder mit bisschen Spenden finanziere) Abgesehen davon, könnte uns dann genau das Gleiche wieder passieren. Jetzt wissen wenigstens die Menschen, dass es bei uns nichts mehr zu holen gibt. Die Sicherheitseinrichtungen in unserem compound wurden von der Vermieterin verstärkt.

Nun das Traurigste: wir wissen sogar wer in unser Haus eingebrochen hat. Wir wissen wer er ist, wo er wohnt, wo er sich herumtreibt, was sein Job ist. Dieser Herr hat nämlich versucht unseren gestohlenen Gaskocher und einige andere Gegenstände am Markt zu verkaufen. Der Kocher hat eine Markierung und wurde von Hillary wiedererkannt.
Das ist der Polizei aber komplett egal. Gegen etwas Geld haben wir es geschafft, die Polizei dazu zu bringen, einen von den Drei der Einbrecher zu verhaften. Ein Anderer ist auf und davon. Der Dritte, lebt immer noch einige Häuser von uns entfernt. Was sollen wir denn tun? Soll ich hunderte von Euros ausgeben, damit Gerechtigkeit passiert? Stunden auf der Polizeistation haben nichts gebracht. „This is Kenya… you know how it is!“ sagte ein Polizist. “Korrupt! Korrupt, Korrupt, Korrupt!!! ist es!!!!” schimpfe ich in meinen Gedanken. Ich betrachte die Poster an der Eingangstüre der Polizeiwache. „Stop corruption!“ steht drauf. Abgebildet ist ein Mann der einem Polizisten Geld zusteckt. „Ich hasse euch alle!“ schießt es durch meinen Kopf. Es ist gemein. Doch was soll man tun…

In diesem Moment waren wir alle ganz weit unten.

Hillary zeigte mir vor einigen Wochen ein Video über Vögel. Es ist eines dieser kitschigen Videos die sie in Kenia lieben, die aber doch immer wieder eine nette Message tragen. Egal wie oft man das Nest der Vögel zerstört, sie bauen es erneut auf. Selbst wenn man ihre Eier kaputt macht oder stiehlt, sie versuchen es erneut. Niemals würde ein Vogel aufhören sein Nest erneut aufzubauen, nachdem es zerstört wurde. Mit diesem Gedanken versuchen auch wir jetzt weiter zu machen.

Wir sind eine Vogelfamilie, die sich von so einem tiefen Schlag nicht kaputt machen lässt. Das Wichtigste ist, dass es uns gut geht und dass wir zusammen sind. Irgendwann werden wir schon einen guten Lebensstandard haben… wenn auch noch nicht jetzt.

Nachtrag einige Tage später: 

Nachdem der Dieb in unserer Nachbarschaft noch weitere Personen bestohlen hat und die Polizei weiterhin nichts unternahm, schritten die Bewohner von Bandani zur Selbstjustiz. Der Mann wurde von einigen Bewohnern des Slums gefangen und bei lebendigen Leibe verbrannt. Das Produkt der Korruption. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

Fliegen, Tee und Dürre

Samstag, 25. Juli 2009

Da sitze ich, mein Körper bedeckt mit Fliegen und formuliere in Gedanken diese Zeilen, welche ich später niederschreiben werde. In meinen Händen halte ich einen Becher mit Tee. Aussehen tut es jedoch wie schmutziges Wasser. Fliegen klettern auf dem Becherrand hin und her. Eine fliegt auf mein Gesicht zu und setzt sich auf meine rechte Augenbraue wo schon eine andere Fliege sitzt. Ich kneife meine Augen zu sodass die zwei davon fliegen. Es ist heiß und trocken. Seit Tagen hat es in der Gegend um Bondo nicht mehr geregnet. Im Fernsehen sagen sie, es herrscht Hungersnot im Land. In Bondo wird bei jedem Schritt Staub und Sand aufgewirbelt. Man kann kaum atmen. Die Sonne sticht. Es ist so hell, dass man kaum die Augen offen halten kann. Die Luft ist trocken. Die Haut wird rissig.

In dem Dorf Uyawi, ca. 30 Minuten mit dem Auto von Bondo entfernt, in dem ich gerade sitze, ist es nicht ganz so schlimm. Vielleicht liegt es daran, dass sich das Haus von Bentas Familie mitten im, von ihnen so bezeichneten, „Busch“ befindet. Es ist wahr. Es ist mitten im Busch. Es gibt hier nur dieses eine Haus, einige hundert Meter davon ein anderes und noch eines. Dazwischen gibt es Felder, Bäume, Erde oder Gestrüpp.

Das Haus ist aus Lehm gebaut, mit einigen Hölzern als Stütze und Blättern für das Dach. Es gibt weder Strom, noch Wasser, noch Betten. Geschlafen wird auf Strohmatten auf dem Boden. Der Boden selbst ist auch aus Lehm, uneben und staubig. Die Wände sind leer und Möbel sind nicht nötig, da es keinen Besitz gibt. Nur ein Tisch steht hier. Zwei Sessel waren schon da, die anderen werden von Nachbarn ausgeborgt. Trotzdem gibt es nicht genügend Sessel. Viele sitzen auf dem Boden oder stehen. Ich muss aber natürlich auf einem guten Sessel sitzen. Selbst wenn dafür der kranke Cousin stehen muss. Ablehnen darf ich nicht. Bestehen erst recht nicht.

Vielleicht fragt ihr euch, warum ich gerade hier bin. Ich erzähle euch wie ich zu meiner Tasse Tee komme:

Ich bin hier im Dorf Uyawi um mit Bentas Familie über Bentas Zukunft zu sprechen. Nachdem der Vater gehörlos, krank und geistig nicht mehr ganz da ist und die Großmutter blind ist und schlecht hört, sind ungefähr 15 Menschen in der kleinen Hütte versammelt um zu erfahren was meine Pläne sind und über Bentas Zukunft zu entscheiden.

Wie immer, wurde nach dem Eintreten von Gästen in das Haus erstmal gebetet. Die alte Großmutter spricht. Auf Luo. Ich verstehe nur vereinzelte Worte. Die Hütte steht still, jeder versteckt das Gesicht hinter einer Hand und murmelt das Gebet. Ich stand genauso da, in der gleichen Position, murmelte aber nicht. Ich sagte nur das gemeinsame „erokamano“ (danke) und Amen.

Nun setzten wir uns, um den Grund unseres Besuches zu erleutern. Es ist nicht einfach zu kommunizieren. Gott sei Dank hilft mir meine Freundin Glender. Sie ist so geduldig und höflich. Ich verstehe nicht was sie sagt, aber sie ist eine sehr angenehme Person, die sich Zeit nimmt um jedem zu erklären was wir vorhaben. Sie berührt Bentas Vater am Arm, damit er zu ihr schaut. Sie spricht laut, unterstützt was sie sagt mit der Gebärdensprache. Sie spricht sehr deutlich, sodass er auch von ihren Lippen lesen kann. Die Sprache die sie verwendet ist Luo. Der Vater wurde erst Gehörlos als er schon erwachsen war, daher war es schwieriger für ihn die Gebärdensprache zu lernen.

Die Cousinen, Cousins, Onkel, Tanten und Geschwister Bentas hören aufmerksam zu. Ab und zu vernehme ich den Namen einer Stadt, das Wort „Schule“, oder meinen eigenen Namen. Von Zeit zu Zeit wird gelacht. Manchmal wird zu mir geschaut. Manchmal wird genickt, manchmal das Gesicht verzogen.

Glender redet lange mit dem Vater, dieser versteht aber immer noch nicht. Er runzelt die Stirn, fuchtelt mit seiner Hand, verzieht den Mund, spricht undeutlich… Er ist davon überzeugt, dass geplant ist, Benta nach Nairobi zu bringen und dass er sie wohl nie wieder sehen wird. Erklärungen helfen nicht viel. Er versteht nicht, dass wir Benta in unsere Familie, in der nächst großen Stadt aufnehmen wollen und dass er sie sehen kann wann immer er möchte.

Versuchen wir mit den anderen Verwandten zu sprechen! Vielleicht funktioniert das ja besser. Einige kennen Glender und zwei Onkel kennen mich schon lange. Für mich ist nun völlig klar, warum Benta nicht hier leben kann. Momentan ist sie bei einer Tante in Bondo. Aber ob es ihr dort gut geht? Später werden wir erfahren, dass sie nicht zur Schule ging, krank war und kaum zu Essen bekam.

Hier im Busch gibt es gar nichts, keine Mittel, keine Versorgung, keinen Platz. Deshalb wurde sie ins Waisenhaus gebracht, als ihre Mutter starb.

Nach langem Beraten ist nun klar, dass Benta diesen „term“ in der Schule noch fertig machen wird (der endet nächste Woche) und dass sie anschließend für 2-3 Wochen zu ihrer Familie kommen wird, also hier nach Uyawi. Nach dieser Zeit wird sie dann zu uns kommen und mit uns leben. Einmal im Monat und in den Ferien, wird sie zu ihrer „original Family“ nach Nango fahren.

Die Familie ist mit dieser Entscheidung zufrieden. Auch wir sind damit einverstanden. Wir können leider nicht so lange bleiben. Ein Onkel von Benta muss zurück nach Bondo und der Fahrer wartet.

Als wir nun eine Entscheidung getroffen haben, klären wir den Vater auf. Dieser weiß nicht so recht. Es tut mir sehr Leid, dass wir ihn anscheinend sehr verwirren. Aber anders können wir leider nicht handeln. Gegen Ende vertraut er uns jedoch doch. Der liebe, alte Mann hat einen zufriedenen Gesichtsausdruck. Jedoch nur so lange, bis wir zum Abschiedsgebet aufstehen.

Wir stehen auf, die Großmutter beginnt zu beten, wir verstecken unsere Gesichter oder schließen unsere Augen. Erokamano! Amen!

Als wir durch die Türe wollen, um uns draußen von allen zu verabschieden, höre ich wie sich jemand auf Luo aufregt. Es ist der Vater. Er ist wütend.

„Wie könnt ihr nur meine Tochter übernehmen und dann nicht einmal Tee in meinem Haus trinken? Wie könnt ihr nur gehen ohne zu essen? Geht und kommt nie mehr wieder!“ schreit er laut auf luo, was mir gleich übersetzt wird. Einige Tanten kichern, die Kinder lachen. Manche nehmen es jedoch sehr ernst. Lehnst du in einem traditionellen Haus ab zu essen oder Tee zu trinken, bist du wohl zu stolz und verdienst keinen Respekt. Es gibt keine andere Möglichkeit. Wir gehen zurück in die Hütte und setzen uns wieder an unsere Plätze. Kinder bringen Tee, Becher und Teller mit Reis. Reis mit nichts.

Und hier sitze ich nun, fertige diese Sätze in meinem Kopf an und hoffe sie später gut niederschreiben zu können. Ich mache einen Bissen Reis, dann einen Schluck Tee, damit der Reis besser rutscht. Ich weiß nicht mit welchem Wasser Tee gemacht oder Reis gekocht wurde. Gott sei Dank ist mein Magen mittlerweile schon alles gewöhnt sodass ich mich nicht vor Verdauungsproblemen fürchten muss.

Unter dem Tisch, sitzt ein abgemagertes Kätzchen. Verzweifelt sucht es auf dem steinigen, staubigen, kühlen Boden nach Bröseln, nach Futter, nach irgendetwas essbaren. Ab und zu ist ein klägliches, leises, krankes „Miau“ zu hören. Heimlich lasse ich einige Reiskörner von meinem Teller auf den Boden fallen. Das Kätzchen, es könnte sich in meinen Händen einringeln, so klein ist es, schleppt sich zu mir und isst den Reis. Ich hoffe es hat keiner gesehen. Bentas Cousin liegt nämlich vor mir auf dem Boden. Er hat eine Verletzung auf dem Fuß und liegt daher den ganzen Tag mit Schmerzen auf der Strohmatte. Er ist auf eine Fischgräte gestiegen. Er zeigt mir die Verletzung. Der Fuß ist geschwollen und hat eine sehr schmerzhaft aussehende Wunde auf der Fußsohle.

Ich schaffe es nicht aufzuessen. Das dürfte nicht passieren, aber ich kann diesen Berg trockenen Reis einfach nicht essen. Ich stelle den Teller auf den Tisch. Hillary schaut zu mir, schüttelt unauffällig den Kopf. Das geht nicht. Ich muss noch weiter essen. Ich zwinge mich. Nach einigen Löffeln deutet mir Glender ich solle es bleiben lassen.

Nun sind wir fertig, stehen auf und gehen nach draußen. Lange dauert die Verabschiedung. Wir einigen uns darauf, in den nächsten Wochen voneinander zu hören und dann zusammen zum Kinderamt zu gehen, um unsere offizielle Hilfe eintragen zu lassen. Somit wären wir bzw. ich dann offiziell Verantwortlich für Benta. Das gibt uns Sicherheit und beruhigt auch die Familie.

Nun machen wir uns auf den Weg, zurück nach Bondo um Benta zu sehen. Diana hat schon solch eine Sehnsucht. Und ich auch! Seit fast 10 Monaten habe ich mein Mädchen nicht mehr gesehen.

Ich glaube ich kann meine Gefühle und was ich erlebe ganz gut in Worte fassen. Für die Gefühle aber die ich hatte, als ich meine geliebte Benta wieder sah, gibt es keinen Ausdruck. Egal was ich hier schreibe, es wird nie die Situation treffen. Bentas Gesichtsausdruck, die Mimik, die Freude, als sie uns sah. Wie sie zu mir lief und sich an mich klammerte, als würde sie mich niemals wieder los lassen. Meine Augen waren voller Tränen, ich drückte das viel zu dünne, kleine, magere Mädchen und konnte nicht aufhören ihr Küsse auf ihre Wangen und Stirn zu geben.

Dieses Kind hat ein wunderbares Leben verdient und ich werde alles tun, damit ich ihr dieses schenken kann!